Projekttage am Georgenhof 

Die Projekttage der Schule haben schon Tradition; einerseits. Andererseits bringen sie  Unvorhergesehenes, Erstaunlichers, Bemerkenswertes und Ungewöhnliches zu Tage.

Die Wanderer erkundeten Bodenseelandschaften des Gegensatzes. Gemeinsam hatten diese so unterschiedlichen Regionen nur die beiden Anfangsbuchstaben: hinauf ging´s zum Pfänder auf über 1000m Höhe und in die Ebene des Pfrunger Rieds.

Wie hoch?, wie weit?, wie lange?, das waren die Fragen, die sich die Drachen-und Modellbauer stellten. Bei gutem Wind konnten die aerodynamischen Wirkungen beobachtet werden: was für den Drachenflug gute Windverhältnisse sind, mag für die Flugzeuge aus Balsaholz nicht gelten. Aber beide, die Drachen und die Flieger zeigten sich in ihrem Element, hoch hinauf die einen, sanft ins Weite gleitend die anderen.

Hoch hinauf wollten auch die Kletterer; noch am Boden ging´s ums Erüben der Kletterknoten und Vertrauen war aufzubringen: in sich und in den anderen. Sich an der steilen Kletterwand nach oben zu wagen hatte jeder als Ziel vor Augen und schließlich auch selber in der Hand: mit Erfolg!

Wie sieht die Welt von Morgen aus? 
Diese Frage wurde anschaulich mit einem Trickfilm beantwortet. Die Visionäre lernten die Stop-Motion Technik kennen und bewegten unter der Kamera einzelbildartig ihre selbst entwickelten Szenen. Mit großer Freude, Phantasie und viel Ausdauer ist der 1:24 minütige Trickfilm „Futura“ entstanden mit seinen 1000 Einzelbildern.

Schauen Sie!

Zur Verabschiedung von Herrn Helmut Garimort
als langjährigem Schulleiter und
zum Willkommen von Herrn Peter Kramer
als neuem Schulleiter und Klassenlehrer am 19.Juli 2017

 

Ich suche nicht – ich finde.
So beginnt  ein weit bekanntes und berühmtes Zitat von Pablo Picasso, das so fasziniert und berührt, indem es so ganz anders ist, in dem Paradigmenwechsel, der sich darin ausdrückt. Im Suchen bin ich froh, wenn ich am Ende erfolgreich war, aber nicht überrascht. Im Ereignis des Findens aber liegt immer ein Zauber.
Es ist ja ein unkonventioneller, ungewohnter Ansatz, vom Finden auszugehen, wo uns doch das Suchen als Ausgangspunkt irgendwie vertrauter ist.
Im Suchen gehe ich meist von Atbekanntem aus und setze letztlich die Vergangenheit in die Zukunft fort.
Im Finden aber ziele ich  auf ein Neues, ein zuvor nicht Bekanntes, ziele ich auf etwas, das sich nicht auf altem abstützt, aber dennoch einen Zusammenhang kennt. Sonst könnte ich das Gefundene nicht als Solches bemerken.
Finden – das ist das völlig Neue!
Deshalb ist dieses Finden ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer
Ich möchte Sie, sehr verehrte liebe Gäste, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, liebe Schüler herzlich zu unserer Feierstunde Willkommen heißen in dieser Wendezeit des Georgenhofs, die heute im Besonderen Helmut Garimort und Peter Kramer gilt.
Und, was beide verbindet und auszeichnet: sie sind Lehrer!
 
Inzwischen wurde eine Metastudie durch einen Professors der Erziehungswissenschaften, John Hattie, an der Universität in Melbourne zu den Bedingungen gelingenden Lernens durchgeführt. Diese stellt knapp auf den Punkt gebracht fest, dass es letztlich auf den Lehrer ankommt, auf den guten Lehrer!
 

Zu vernachlässigen sind, so heißt es dort, die finanzielle Ausstattung einer Schule, die Strukturen von Schule und Unterricht genauso wie die Klassengröße. Auch kann, so besagt die Studie weiter, ungenügender Lernfortschritt weder an der mangelnden Eignung der SchülerInnen und Schüler noch an fehlender Unterstützung der Elternhäuser festgemacht werden. Sie können sich denken, dass diese Aussagen für große Aufregung in der schulpolitischen Debatte geführt haben.

Die zentrale Aussage dieser Studie mündet letztlich in das radikale Fazit: Als Lehrer nichts mehr zu delegieren, weder an unkomfortable Umstände noch an schwierige Schüler, noch an scheinbar pädagogische Patentrezepte; als Lehrer muss ich mir dann in aller Konsequenz sagen:es liegt einzig an mir! Es kommt auf mich an!
Diese entschiedene Haltung, sich endgültig einer Aufgabe zu verschreiben, als Mensch und Lehrer zugleich ganz für den sich entwickeln wollenden, den werdenden Menschen dazusein, ist die bedeutsame und unhintergehbare Bedingung zur Einlösung des pädagogischen Auftrags.
Dann suche ich nicht mehr; auf der Grundlage dieser existentiellen Entscheidung, diesem: ja, ich bin für dich dafinde ich.
Und es endet dieses Zitat mit einer Vergewisserung:
dann erfahre ich die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten fort und fort.
Es wird damit alles neu.
Heute sind auf alle Fälle mindestens zwei hier, die sich diesem Wagnis verpflichtet haben, uns zur Freude!


Das ist ein wirklicher Grund zum Feiern!

 

aus dem Auftakt zur Feierstunde _ Martine Spöhrer

 

 

 

 

 

 

Downloads

 

Elterntage- und Seminare 2017 / 2018 (PDF) >>

Spendenbrief 2015 (PDF) >>

Pressetext 03 2016 (PDF) >>

Kinderrechte (PDF) >>

Stufenmodell (PDF) >>

Ferienplan 2017 / 2018 (PDF) >>

 

 

 

Wir sind

neu eingerichtet

 
 
Als ich ein Kind und glücklich war

 

Schöne Orte und Pädagogik gehören zusammen

Landschaft, Architektur und Raumgestalt prägen wie kaum etwas anderes die Lebenswelt, die Lebenshaltung, den Lebensalltag und damit die Lebensgestimmtheit des Menschen.
Es ist nicht einerlei, ob ich als Kind des Meeres oder der Berge aufgewachsen bin oder welche Sprache, welcher Dialekt an mir, als ich noch ein Kind war, „gebildet“ haben, welche Gerüche und Farben um mich waren.
Reinhold Stecher erinnert sich in seinem Buch Botschaft der Berge: „Schon als Kinder empfanden wir es als faszinierend, in die Felswände hineinzurufen und auf das Echo zu warten. Und auch heute noch ist für den Bergwanderer der Widerhall wie ein majestätischer, musikalischer Gruß der Höhen in unserer sonst so resonanzarmen Welt.“ 
Und Thomas Mann beginnt seine Rede „Lübeck als geistige Lebensform", die er 1926, als inzwischen über 50-jähriger erfolgreicher Autor, in Lübeck hielt:
„Da ist das Meer, die Ostsee, deren der Knabe zuerst in Travemünde ansichtig

wurde ..." 
Es sind die frühen biografischen Erfahrungen an der Ostsee, die zum Werk geworden sind und eine eigene literarische Atmosphäre erzeugt haben. Ganz in diesem Sinne heißt es am Ende seiner Rede: „Ja, ich will hoffen, dass ich ihm einigen Dank abgestattet habe, dem Meer meiner Kindheit, der Lübecker Bucht. Seine Palette war es am Ende, derer ich mich bediente, und wenn man meine Farben matt fand, glutlos, enthaltsam, nun, so mögen gewisse Durchblicke zwischen silbrigen Buchenstämmen in eine Pastellblässe von Meer und Himmel daran schuld sein, auf denen mein Auge ruhte, als ich ein Kind und glücklich war." 

Landschaft, Architektur und Raumgestalt prägen nicht nur die Gegenwart des Kindes, sie sind Lebensraum und Welterfahrung und sie bilden an dessen Zukunft.
In jeder Art von  Gestaltung ist die Signatur eines Welt – und Menschenverständnisses eingezeichnet, was als ästhetische Kraft unmittelbar wirkt. In diesem Sinne können, neben Landschaft und Architektur, Bauten und Räume schützen, behüten und lehren; ja, gerade auch schweigend lehren. 

 

 

 

 

 

Ganz im Bewusstsein dieser Wirksamkeit haben wir in diesem und im vergangenen Jahr unseren Feiersaal und unseren Esssaal neu gestaltet. Und es geht nicht ein Tag vorbei, an dem wir uns nicht an der schönen Atmosphäre dieser Räumlichkeiten und an ihrer positiven Wirkung auf die Kinder freuen.

Nun kommt das Wichtigste zum Schluss: nach vielen Jahren wollen wir jetzt auch die Zimmer unserer Kinder und Jugendlichen neu gestalten. 
Die neu zu schaffende Lebensumgebung soll, mit einer schlichten und behaglichen Möblierung, einer  ansprechenden und edlen Materialauswahl,  Ausdruck von Sinnlichkeit und Schönheit, von Geborgenheit und Klarheit sein. 
Wir wünschen uns für die Räume der uns anvertrauten Kinder das Besondere, das „mehr, als nur Nützliche“. 
Und letztlich sollen, neben Therapie und Pädagogik, unsere Gestaltungsentwürfe die Kinder und Jugendlichen dazu bewegen, mit Freude und Zuversicht  ihre eigensten Lebensentwürfe zu entwickeln, um rückblickend vielleicht sagen zu können: 
es war schön, als ich noch ein Kind und glücklich war. 
Das wäre dann auch unser Glück!

Wir haben das Einrichtungskonzept, wir haben einen Plan, wir haben einen Schreiner und einen Kostenrahmen. Ein Zimmer ist mit 4000 EURO veranschlagt.

Zu Ostern soll es soweit sein!
Jetzt wünschen wir uns Ihre finanzielle Unterstützung und möchten Sie bitten, sich  mit Ihrer Spende an diesem schönen und großen Vorhaben zu beteiligen.
Werden Sie Zimmerpate. Unterstützen Sie uns einmalig, wiederkehrend oder regelmäßig.

 


Selbstverständlich stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus und überlassen Ihnen gerne, als kleines Dankeschön für Ihren Beitrag, eine einzigartige Karte der Schriftkünstlerin Ruth Gimpel, die sie extra für den Georgenhof gefertigt hat und natürlich die Vorfreude unserer Kinder und Jugendlichen auf ihre neue Einrichtung!

 

Georgenhof im Januar 2017

 

» Download Spendenbrief 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag der offenen Türen bei Sonett

Im Rahmen des Gewerbetages in Deggenhausen öffnete SONETT am 09.04.2017 von 11 bis 16 Uhr für Besucher und Besucherinnen Tür, Tore und Abteilungen. 
Bei schönstem Sonnenschein hatten die Gäste Gelegenheit lebendige Eindrücke und Einblicke in das Unternehmen zu erhalten, das seit 40 Jahren ökologische Wasch- und Reinigungsmittel in höchster Qualität produziert. 
Es fanden aussagekräftige Führungen durch das Unternehmen statt, es gab Wasserexperimente mit dem Institut für Strömungswissenschaften, Produktproben, eine Duft - Rätsel und Seifenkneten für Kinder, sowie verschiedene Filme und Vorträge. Zu einem weiteren Highlight durften wir, aus unserer großen Verbundenheit zu Sonett, mit einer extra für diesen Tag eingerichteten Außenstelle unseres Cafés am Teich beitragen.

Dass den Teich niemand vermisste, muss an dem vollwertigen Ersatz durch den wunderbar rosa blühenden Baum gelegen haben, der das Zentrum unseres Cafés bildete.
Der bezaubernde Sitzplatz im Freien lud zum Verweilen und zum Verzehr verschiedenster Köstlichkeiten in der berühmter Bio- und Georgenhofqualität ein, und selbstverständlich erfreute sich der engagierte Service unserer ausländischen Jugendlichen großer Beliebtheit. 
Im Laufe des Tages wurden wir immer wieder gefragt, ob dieses Café fester Bestandteil des Unternehmens Sonett sei.
Leider mussten wir verneinen, aber mit dem tröstlichen Verweis auf unseren Stammsitz in Überlingen Bambergen, wo wir während der Schulzeiten dienstags von 15.00 – 17.00 unser Café am Teich geöffnet haben.

Am Ende dieses schönen Tages kam der Erlös aller Bewirtungsangebote  als Sonettspende dem Georgenhof zu Gute! Wir danken herzlich!